Begegnung

Zwielicht Foto: OM
Zwielicht Foto: OM

Begegnung mit Christus

von Anne –  Rosa, Anandàra

Ich, Anne-Rosa mit und in mir Anandàra (Seele) radelte hinaus…
Es führt mich dorthin, wo der Hafen, dort, wo Trubel und Musik, dort, wo Wege sich kreuzen, dort, wo der Fluss sich teilt und eine kleine Insel umsäumt.. dort mache ich halt. Esse ein Eis und überlege, wie man wohl hinüber zur Insel käme. Rundum Wasser…  Kaum gedacht, schon gewusst. Ich gehe los. Völlig unberührte Natur, fast. Umso weiter ich gehe, desto mehr fühle ich „Strom“, heile Erde.
Gesegnete Erde. Ich lasse mich nieder und bestaune diese Schönheit. Es ist höchst energiegeladen. Die Vöglein zwitschern. Ein Licht – Trichter gen Himmel, ich sehe ihn. Ich Meditiere.  Oh, ich bin so dankbar, für dieses hier – sein – dürfen!  Anandàra war es, die mich geführt hatte. Als ich dann gehe, bleibt mir ein seltsam Gefühl. Es ist schwer, wenn auch klein in der Mitte. Irgendwas stimmt nicht, denke ich.  Am „Eingang“ der Insel steht ein Haus. Vordem hab ich es nicht bemerkt. Jetzt lese ich auf der Fassade
„ Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben  – Jesus Christus“ kaum zu Ende gelesen, werden mir die Augen verschleiert; eine Vision will kommen. Ich gehe unter einen nahen Baum, plumpste ins Gras:  Licht, es ist derart grell und hell das Licht. Es ist, als würden Erde und Himmel sich umarmen. Hinter mir erinnere ich mich, dass es eben auf der Insel ähnlich, surreal, sichtbar war. Licht. Wärme. Duft der satten gesunden Erde.

Das Kreuz. Der Berg.
Geschrei.
Getümmel.
Gelbe Erde.
Blut. Hitze. … die Kreuzigung.
Wutsch… bevor mir Emotionen kommen können, wendet es sich.  Stille. Licht.
Da steht jemand neben mir!
Er ist es, ja er ist es.
Er ist es.
Er spricht.  Eine gigantische Lichtsäule, silbern, golden, alle Farben, alle. Es ist, als breite er seine Flügel über der Erde aus.  Er ist es. Ja, es ist körperlos Jesus Christus!

Du, die mich immer missachtet in diesem Jetzt.
Ich segne dich.
Du, die wie alle in diesem Jetzt mich missachtet und doch geliebt, ohne es zu wissen.
Ich segne dich.
Die, die einher geht mit der meinen Schwester, einstigen Schwester.
Ich segne dich, ich segne dich.
Ich segne die euren, die meinen.
Du, die gelitten, getragen um der Liebe Willen,
ich segne dich!
Du, die ungläubiger nicht sein vermochte. Du bist geworden.
Ich segne dich.
Du bist es, wie die anderen.
Ich segne dich.
Du bist, ihr seid es, ihr seid es.
Ich segne dich.
Es ersteht eine Art Tanz, Reigen, unbeschreiblich warm, liebevoll, leise klingend.
Derweil will ich langsam die Augen öffnen – es gelingt, der Baum, unter dem ich sitze steht in Flammen, Sonnenflammen. Es ruft fern wer – du, die da sitzt, bist du ganz?? Vielleicht sieht es ja komisch aus…es geht weiter, meine  Augen fallen zu:
Es ist die Stunde. Es ist gesühnt, getilgt, vergangen, gegangen, geboren.
Es ist zurück, was niemals fort. Es ist das ewiglich Liebende lebendig.
Ich bringe Segen den Gestrauchelten.
Ich bringe Segen den Ungläubigen.
Ich segne die Einsamen.
Ich segne die Suchenden.
Ich segne die Kriminellen und Irrenden.
Ich segne die, die Unrecht künden.
Ich segne die, die fehl Richten.
Ich segne die Intriganten.
Ich segne die Kranken.
Ich segne, die, die verjagt werden.
Ich segne, die Liebe missachten.
Ich segne die, die wahrhaftig.
Ich segne die Komponisten.
Ich segne die, die niedere Arbeit tun.
Ich segne die Lehrenden.
Ich segne die Heilenden.
Ich segne die Schreibenden.
Ich segne die, die niemand beachtet.
Ich segne die, die unbeirrt ihren Weg gehen.
Ich segne dein Hab, dein Gut, dein Geld, dein Vieh, dein Korn.
Ich segne.  Und dies „ich segne“ klingt noch gefühlt 20 Minuten deutlich wahrnehmbar. Diese Segens – Energie breitet sich aus…Es ist einfach alles durchdringend! Ich vermag dies Gefühl nicht zu beschreiben. Ich fühlte mich klar im Kopf, doch, als sei ich selbst Grashalm, Wasser, Borke, Stein, Fliege, Luft …Fühle, wenn du dies empfängst. Er ist, Kind des Göttliche, er ist. Empfange auch du hiermit diesen hohen Segen, wo immer du bist, was immer dir geschieht – du bist behütet, du bist geliebt! Die Liebe ist! Die Liebe heilt und so wir, so du! Liebe vergibt alles.
Ich will irgendwie um Vergebung bitte, was fragen – doch es ist unsinnig. Diese alles umarmende Liebe schwingt und ummäntelt und vereint Himmel und Erde. Es ist warm, geborgen, erdig, licht. Ich spüre, meine Augen sehen wieder. Oh, wir haben heute in der hohen Tages – Energie am Sonntag des „Neubeginns“ wohl den höchsten Segen darüber erfahren! Segen DIR!

Es währte etwa eine dreiviertel Stunde. Als ich aufstehe, kommt ein junger Mann auf mich zu. Jesus ähnlich, denke ich, innerlich den Kopf schüttelnd.  Groß, dünn, blonder Zopf, blaue Augen. Er spricht mich lachend an „du, wo kann ich hier denn Spirituelle Leute treffen?“ – bevor ich antworten kann, sagt Jesus mir (ich weiß es einfach)  „segne ihn, ich segne ihn, sage ihm, dass er suchen könne, doch es sei in ihm, hilf ihm, ich segne ihn“ – danach durchfloss mich plötzlich eine angenehme Schwere.  Der junge Mann staunt mich an, reißt die Augen auf,  sagt „geht es dir auch gut?“ – und wir haben ein feines, ein sehr, sehr feines Gespräch!
Danke, danke, danke, danke, danke, danke, danke!

Einen liebevollen Herzensgruss von mir zu dir – und eine zauberhafte letzte Mai – Woche voller Lebendigkeit und Sonnenschein innen und außen!  Anne –  Rosa, Anandàra

Ein Gedanke zu „Begegnung“

Kommentare sind geschlossen.