Berlins mystische Geheimnisse

Berlins mystische Geheimnisse

von Magda Wimmer

Berlin. Die Reise in die deutsche Hauptstadt folgte auf vier hoch-intensive Tage der Reinigung in Wien, und es schienen sich die Dinge nur noch weiter zu intensivieren.
Am frühen Morgen war ich bereits in Berlin gelandet, um in sehr geraffter Form dort meine Arbeit zu machen. Ich hatte dafür ungefähr zwölf Stunden Zeit. Die Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt endete nach ein paar wenigen Stationen, weil der Verkehr zusammengebrochen war. Über Umwege habe ich sie schliesslich erreicht. Währenddessen habe ich versucht, die ersten Eindrücke zu verarbeiten:

Bildschirmfoto 2014-08-24 um 11.38.50

  • Alles staut sich hier. Die Luft ist dick und schwer, es ist kaum möglich, durchzuatmen. Die Architektur wirkt ebenso schwer, wie erdrückend.
  • Mit einem unglaublichen Aufwand wird das Leben hier täglich erneut in Gang gesetzt. Es ist, als würde man einen laut dröhnenden Motor anwerfen, der dann alles übertönt und in seinen Bann zieht. Jede natürliche Regung geht darin unter oder kommt erst gar nicht auf.
  • Die Zentrale und die wichtigsten Bereiche sind „besetzt“ von etwas, das einem hier völlig offen ins Gesicht schlägt und das keine Rücksicht, keine Einfühlung und auch keinen Bardon kennt.
  • Die Innenstadt war eine einzige Baustelle und es zeigte sich sofort, was wichtig ist: Teure Geschäfte, inszenierter Tourismus, viel Verkehr und auf keinen Fall Ruhe. Denn im Hintergrund (oder eigentlich im Untergrund) laufen hier gewaltige Dinge ab, deren Wurzeln tausende Jahre zurück reichen, und die sich nach der grossen Eiszeit von hier aus über die ganze Erde ausgebreitet haben. Hier befindet sich eine “Eintrittsstelle”, von der aus man das untergegangene Reich wieder hoch zu starten versuchte. Und immer wieder hat man es unternommen, die Brücke zurück zu schlagen zu jener Zeit, als Atlantis seine Herrschaft bereits weit überzogen hatte und die Dinge längst wie beim Turmbau von Babel „in den Himmel“ gebaut waren. Es ging um Macht und um die Zurückgewinnung des vorlorenen Terrains… Passend dazu gibt es im Berliner Bode-Museum auch das sogen. Ischtar-Tor (Original!) aus der Stadtmauer von Babylon zu sehen.

    Ich suchte meinen Weg zur Museumsinsel über Strassen mit hämmerndem und dröhmendem Lärm und mit Schwefelgeruch, der sich überall ausgebreitet hat. Und ich wusste, was mir hier bevorstand.

  • >>>hier  weiterlesen