Holy Mount-Shasta…

Ewiges Monument aus Kristall und Licht!

Sechs Wochen auf Tour durch Kalifornien

(OM/ACK-05-16). Kalifornien. Nach dem wir nunmehr die zauberhaften Redwood-Wälder des Humboldt State Parks besucht und einige Zeit durchwandert haben, (>>> Die Avenue of Giants, später) folgen wir weiter der alten Küstenstraße Kaliforniens – Nr.101 – die uns entlang des Pazifik – im Westen der USA – viele interessante Ausblicke und raue wie einzigartige Naturlandschaften präsentiert. Die zahlreichen Serpentinenkurven verpassen uns zudem fast einen Schwips, da wir sie – ihren zahlreichen kurzen Krümmungen folgend – nur entlang tuckeln können. So ist es bald nicht mehr weit zum letzten größeren Ziel unserer Kalifornien-Tour: Zum Mount Shasta!

Unsere Vorfreude steigert sich, als der Himmel langsam in dunkle Blau- und Violetttöne fließt und wir sicher sehr bald am vorletzten Ziel sein würden.

In der sich langsam niedersenkenden Dämmerung – zwischen der graublauen Skyline der Wälder, die wir durchfuhren, schimmert bereits ein rötlicher Berggipfel, der ganz in der Nähe des Mount Shasta liegen musste! Allein der Anblick der rötlichen, sonnenumspielten Bergkuppe versetzt uns bereits in eine Superstimmung!

Von den Ureinwohnern wird der Mount Shasta seit Jahrhunderten als ‘heiliger Berg’ bezeichnet und mittlerweile auch von sehr vielen Amerikanern. Außerdem strahlt der Energie-Vortex weit in die Umgebung – 140 Meilen weit – aus, wie es uns die freundliche Dame von der Visitor-Information später mitteilte und im Winter sollen die Energien über die kristallinen Speicher des Schnees sogar noch intensiver auf die nahe Umgebung wirken.

Vielleicht ist es ein Glück, dass wir noch im Frühling hier sind. (Später stellten wir fest, es war alles noch sehr ruhig hier in Bezug auf den Tourismus und wir trafen nur wenige andere Menschen, die diesen Landstrich gerade bereisten).

Wir beiden Frauen (Tina-Lina und ich) spüren schon lange vor unserem Ziel enorme Energien und haben eher das Gefühl, sie sind zu stark, zu intensiv, zu mächtig! Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit suchen wir ein Camp an einem kleinen See in der Nähe auf. Durch die vielen Eindrücke sind wir sowieso müde und heilfroh, dass wir auch diesmal gegen Mitternacht (wie öfter) noch Einlass finden. Nun – in den preiswerteren amerikanischen Camps geht es recht spartanisch zu, mehr als eine heiße Dusche, Toilette und Stellplatz ist da nicht zu erwarten.
Gleichgültig. Wir sind schläfrig und haben mit flinken Handgriffen (mittlerweile sind wir trainiert im Handling unseres gesamten Equipments) alle Rucksäcke, Koffer, Klamotten und Nahrungsbestände in den vorderen Teil gepackt, um uns im hinteren Teil für die Nacht auszustrecken. Längst haben wir uns an die Enge im Mietauto gewöhnt und auch daran, dass wir einfach öfter nach verlegten Gegenständen suchen, jeden Zentimeter ausnutzen und uns selbst enger zusammenrollen müssen, damit wir einigermaßen entspannt schlafen können. Wir gewöhnen uns sogar an das bewegte Airbed, dass viel öfter, als es uns lieb war, die Leichtere von uns (…) in die Höhe hob, während die andere sich gerade schwer hineinfallen ließ 🙂 Wir schließen mit den Mücken Frieden (als wir den Deva der Mücken riefen und mit ihm vereinbarten, dass er seine
Scharen von uns abziehen mag…), und auch mit der Kälte, die uns gerade am Mount Shasta öfter heimsuchte. Mit Allem kommen wir nach einer Weile irgendwie zurecht.

Die Seele liebt Veränderungen – außen wie innen!

Der Mensch ist in der Lage und dazu erschaffen, sich auf wechselnde Umgebungen und vor allen Dingen neue Bewegungsmuster- und Abläufe einzustellen und kann sich so an Vieles anpassen, wenn er denn bereit ist, seine ausgelotete Alltagskomfortzone zu verlassen. Unsere Seelen (die wir selbst sind) möchten weder lebenslang an einem Ort noch an den gleichen Menschen kleben bleiben. Sie senden uns nicht nur unaufhörlich Signale und Bilder, wenn es Zeit ist, das Leben mal so richtig auf den Kopf zu stellen und neue Wege einzuschlagen. Ziemlich oft schalten sich nach getroffener Herzentscheidung auch noch die nötigen finanziellen Mittel frei (wie in unserem Fall!) und so können wir endlich alte Gefilde verlassen, um neue Naturräume und Menschen; damit auch andere Energien und Qualitäten zu erfahren. Das dient einzig und allein der Entfaltung und Entwicklung unseres menschlichen Seins und damit einer sich immer tiefer öffnenden Sinnenwelt. Sind wir jedoch mit Blindheit geschlagen, so bekommen die liebevollen, zarten Winks der Seele nicht mit.
Unsere Seelen wissen sich allerdings zu helfen und senden uns Missgeschicke oder andere Widrigkeiten, die uns recht bald schon komplett aus den Fugen heben… (können) – ein vielfach herausfordernderer Weg.

Prozess-Symptome häufen sich

Wer noch glaubt, dass wir verreisen, um die schönen Landschaften zu betrachten und uns des Lebens zu erfreuen, der liegt ein klein wenig daneben. Denn jeder neue Ort, jedes Haus, jede Begegnung mit neuen Menschen lösen in uns eine ganze Menge Resonanzen aus, die wir einmal als heilsam uns entspannend empfinden, andererseits aber öfter auch als sehr herausfordernd! Es betrifft leider Gottes alle Ebenen, in die wir uns geöffnet und rückverbunden haben! So schleudern uns diesmal gerade in den alten Häusern oder Hotels die krassesten Energien entgegen, sodass wir öfter rückwärts aus dem Raum katapultiert werden und zunächst eine weitere Grundklärung vornehmen müssen.
Passend dazu zeigen sich alle möglichen Symptomatiken, die ganz bestimmt nicht einfach zu händeln sind. So plagen mich seit San Francisco eine leichtere Angina und ein mittelschwerer Husten. Außerdem hatte ich zwischenzeitlich eine Venenentzündung und auch eine kleine Erkältung war im Anmarsch. Ganz zu schweigen von dem Ziehen in der Lendenregion, dass etwa wiedermal auf einen klitzekleinen Hexenschuss hindeutet? Oh Gott! Im Einfluss der extrem hochschwingenden Mount-Shasta-Energien, spüren wir beide immensen Kopfdruck und migräneartige Symptome, die Augen brennen, die Stimme wird rauh und wir sind viel zu oft viel zu müde! Schließlich bleibt auch noch meine einzigste Uhr stehen, die ich besitze… und so weiter.
Ommmmm……
Ihr seht also, es ist kein Zuckerschlecken, wenn wir auf Seelenreise sind 🙂 Wo es uns am meisten zusetzt, sind selbstverständlich die tiefgründigsten Veränderungen zu erwarten und zu erleben! So führt uns die Seele immer genau an die richtigen Orte, wir treffen genau die erwählten Menschen, logieren in den für unsere Entwicklung passendsten Häusern und so weiter.

Der vertrocknete See

Der Morgen graut! Wir beschließen, erst mal ein Bad im Lake Shasta zu nehmen! Kühl und erfrischend ist es noch am Morgen, doch für den Tag waren 27 Grad Celsius (hier liest man die Temperaturen in Fahrenheit ab…) angekündigt! Also steht eine kurze Hitzeperiode bevor! Wir freuen uns heute nach vielen kalten Winden in San Francisco und der stets steifen Briese am Pazifik auf Sonne satt! Yeah! Im Yosemite hatten wir eine Gruppe junger Studenten aus dem Silicon Valley getroffen, die uns netter Weise einige Tips gaben bezüglich der interessantesten Orte rund um den Mount Shasta… Lake Shastina war einer davon. Den kleinen See finden wir relativ leicht und fahren mit unserem Mietauto nah heran, um uns vielleicht eine weitere Badefreude zu gönnen… Doch was ist hier geschehen??? Alles rundum ist total vertrocknet! Krass – ich dachte sofort an Schlangengras und Schlangenbisse und so weiter. Dazu kommt, dass wir – gerade so nach dem Aufstehen – eben schon wieder müde sind!
Dieser Ort legt mich vollkommen lahm! Hier sind so seltsame Leute mit ihren abgewrackten Wohnmobilen, eine brüllende Familie mit Hunden und ein Typ, der mit seinem Pick-up öfter lautstark den ganzen See umrundet und so weiter… Ich habe kaum noch Energie und mir geht’s außerdem miserabel. Mir kommt die ganze Szenerie so grotesk vor, die Landschaft so leblos, dass es den Anschein hat, diese Gegend ist besetzt. Leider bin ich so energieentleert, dass ich kaum noch einen klaren Gedanken fassen kann und lege mich erstmal quer hinten in den Wagen.
Kennt ihr das, wenn ihr etwas innerlich wisst und auch klar eine Absicht verfolgt, euch aber wie magisch die Hände und Füße gebunden sind??? So könnt ihr euch das vielleicht vorstellen. Außerdem war ich maßlos enttäuscht, dass sie Landschaft um den Mount Shasta herum so vertrocknet war! Ich hatte einen tiefen, bleiernen Schlaf, aus dem mich ein Junge weckte, der mich kess fragte: „Do you sleep here tonight?“ Wahrscheinlich hatten seine Eltern ihm das aufgetragen, die gerade zwei riesige Zelte auspackten (zu den beiden Wohnmobilen, mit denen sie gekommen waren). Die Amerikaner lieben es mit ganzen Wohnzimmern und Schlafzimmern und am liebsten gleich auch noch mit Küche und Bad zu verreisen! Daher sind ihre Wohnmobile oft größer als eine normale Einraumwohnung. Sie lassen sich viel Zeit, auf dem Campground zu navigieren, schauen dabei mit Cowboyhut und Sonnengbrille breitgrinsend aus dem Fenster und zeigen dabei ihre blitzenden Zähne. Typisch, oder? Ich frage den kessen blonden Jungen natürlich gleich zurück, ob sie selbst denn hier bleiben wollten…? Als er das bejaht und ich nicht die geringste Lust auf derart lauten Menschen habe, entscheide ich mich zum Weiterziehen.
Ein seltsamer Ort, wirklich. Komisch, bedrückend, vertrocknet, leblos… Alles in Allem fühlen wir uns diesmal gerade von der Natur ausgeladen. Ich überlege noch, wieso ich mit diesem Ort in Resonanz gebracht wurde… auf jeden Fall ist geistig echt viel los hier, darum legen mich meine höheren Sphären immer öfter in den Schlaf. Ich erinnere mich an ähnliche Gegenden, in denen ich
verhungerte und verdurstete und sehe fragmentarische Bilder, die aus dem Inneren aufsteigen. Solche schweren, beklemmenden Leben… oh Gott! Alles ist echt anstrengend und diese Hitze dazu, die über uns hereinbricht, als ob es an diesem Ort nie etwas anderes gegeben hätte!
Es dämmert bereits und wir suchen in der Karte ein nahes Ziel, an dem wir über Nacht bleiben können. Unweit des vertrockneten Lake Shastina werden wir fündig und entdecken einen kleinen und vor allem sehr preiswerten Waldcampingplatz (21,- Dollar), auf dem wir auch sehr spät noch mit Selbstanmeldung kampieren können.

Wie ich den knurrenden Bären bezwinge!

Überall fallen mir seit einiger zeit die vielen Schilder auf mit der Warnung: keine Essensreste wegwerfen oder gar zurücklassen sonst droht Gefahr von wilden Luxen, Cojoten, Bären, Berglöwen usw. behelligt zu werden!!! Huaahh… das war Wasser auf meine alte Bärenangst! Die ließ leider nicht lange auf sich warten! Dabei ist mein Krafttier ein Eisbär!
Als wir uns fröstelnd im düsteren Wald ins Auto betten und eine Weile dem Rauschen dder Bäume zuhören… kann ich kein Auge zumachen! Da war sie wieder, diese Angst vor großen Bären! Unheilvoll und spürbar kalt zuckte sie durch alle Glieder… Was nun? Ich rufe alle, die ich habe, die ganze große Geist-Familie, meinen Schutzengel, meinen Eisbären und, und… Es ist derart dunkel draußen und unübersichtlich auf diesem Zeltplatz! Dazu kommt, dass uns verschiedene Leute erzählt hatten: … die Bären gehen hier umher und erschnuppern die Nahrungsmittel aus den Zelten oder den Eisenboxen (!), warfen dabei Tonnen um… etc. All dies diente nicht unbedingt dazu, diese Bärenangst abzubauen. Normalerweise bin ich relativ angstresistent, was den normalen Alltag anbelangt 🙂 Aber hier, in einer unbekannten Gegend mit so vielen wilden Tieren ist das natürlich etwas völlig anderes…