HorseDream Konzept im Master-Studiengang

HorseDream Konzept
im Master-Studiengang

(OM/fn/09-16). Ein ungewöhnliches Weiterbildungskonzept praktiziert die G&K HorseDream GmbH seit ihrer Gründung 1996: Pferde wurden als Trainer in Führungsseminaren und Teambildungsmaßnahmen eingesetzt. Das Angebot setzte sich langsam aber stetig durch und wird heute als interessante Ergänzung zu den üblichen Präsenzseminaren im Management gesehen.

Die „International European Association for Horse Assisted Education“ (EAHAE) organisiert mehr als 300 Trainerinnen und Trainer aus über 35 Ländern, die mit Pferden in der Weiterbildung arbeiten.
Auf Basis des von HorseDream entwickelten Tagesseminars „Die Kunst der Führung“ gehen die Teilnehmer durch vier Lern- bzw. Erlebnisphasen, die aufeinander aufbauen: Beobachten und beurteilen, Führen und geführt werden, Distanz und Nähe, Zielorientierung. Jeder Abschnitt besteht aus Theorie, Praxis und Reflexion.
Im Praxisteil des Seminars hält sich der menschliche Trainer zurück. Er überlässt dem Pferd die Aktion und dem Teilnehmer die Interpretation. Wenn Fragen seitens eines Teilbnehmers auftauchen, werden die in der Regel von der Gruppe beantwortet. Im Einzelcoaching sieht es anders aus, da keine Gruppe für die Reflexion zur Verfügung steht, ist der Coach in die Diskussion des Erlebten einbezogen.

Trotz des Bekanntheitsgrades und des Erfolgs von Pferdeseminaren in vielen Unternehmen, gibt es in der Personalentwicklung immer noch Vorbehalte gegen pferdegestützte Managementseminare.

1. Die Wirksamkeit ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen.
Es gibt eine ganze Reihe von Magister-, Diplom-, Master- und Bachelorarbeiten, in denen die theroretischen Grundlagen und praktischen Übungen beschrieben und diskutiert werden. Dabei steht die Betrachtung klassischer Führungstheorien und Pferde spezifischer Eigenschaften und Verhaltensweisen am Anfang. Anschließend wird die Methodik der Seminare und Trainings vorgestellt und ihre Wirkungsweise evaluiert.
An der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) ist das HorseDream Konzept in einem Master-Studiengang im Einsatz und an der Dualen Hochschule Baden-Württember in Mannheim steht es seit zwei Jahren auf dem Lehrplan.

Eine wissenschaftliche Beweisführung unter quantitativen Aspekten zum Nutzen der pferdegestützten Weiterbildung steht noch aus. Die qualitativen Aussagen von Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern geben jedoch Aufschluss über ihre Leistung sowohl in der intra- wie interpersonalen Entwicklung.

2. Von einem Pferd kann man nichts lernen.
Hier liegt ein Missverständnis vor. Die HorseDream Übungen ermöglichen nicht das Lernen vom Pferd, sondern das Lernen durch das Pferd. Es wird eine Selbstreflexion initiiert, die zur positiven Veränderung der inneren Einstellung führen kann, mindestens aber für eine bessere Selbstwahrnehmung und für mehr Klarheit im Auftritt sorgt.

3. Pferdeseminare sind esoterische Veranstaltungen.
Der Mythos Pferd kann wegen seiner Bedeutung im Rahmen der Jahrtausende alten Kooperation zwischen Mensch und Pferd im Lernprozess über Symbolik und Metaphern durchaus eine Rolle spielen. In einem HorseDream Seminar stehen die Teilnehmer aber mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität. Das Konzept enthält in jedem Moment den direkten Bezug zum Arbeitsalltag, denn der Transfer ist jeder einzelnen Übung inhärent.

4. Pferdeseminare bergen Verletzungsgefahren.
HorseDream hat in 20 Jahren keinen einzigen Unfall zu verzeichnen. Schlüssel dafür ist einerseits die Vorbereitung der Pferde für die Arbeit mit pferdeunerfahrenen Menschen, andererseits die Einstimmung der Teilnehmer auf sicherheitsrelevantes Agieren.

5. Die Seminare sind zu teuer.
Pro Tag und Person kostet ein HorseDream Seminar für 8 Personen 6.400,00 Euro. Der Preis liegt etwa im Durchschnitt anderer Führungsseminare, die im Seminarraum stattfinden.

Die Zahl der Seminaranbieter für pferdegestützte Führungs-seminare und Teamtrainings ist in den vergangenen Jahren angestiegen. Dadurch ist die Auswahl des geeigneten Veranstalters schwieriger geworden.
Ein Vorgespräch, telefonisch oder persönlich, ist daher immer zu empfehlen. (fairNews/G.J.Krebs)

Foto: Gerhard J. Krebs mit den HorseDream Seminarpferden