Mexiko – schlafendes Land

Mexico 181M E X I C O:
Schlafendes Land, erwachte Erde

von DAIVIKA
(OM/DAI-6-14) Mexiko. Mein gefühlter endlos langer Flug schenkte mir ausreichend Zeit der aufkeimenden Freude in mir Raum zu geben und schon jetzt hoch oben aus der Luft mein Herz zu öffnen für die wunder-vollen spirituellen Kraftorte Mexicos.

Dann kam die Landung… kaum aus der Flughafenhalle stellte ich meine Koffer ab, atmete ein paarmal tief durch und mein erster Eindruck führe mich eher in die Namensbedeutung Sibiriens „Das schlafende Land“. Alles um mich herum wuselte wie in einem Bienenschwarm, aber kaum jemand schien wirklich sein Umfeld wahrzunehmen. Die Tragweite der Namensbedeutung Mexicos „Der Platz, der Nabel der Maquey (Agavenpflanze)“ wurde mir bewusst; die blaue Agave: Tequilla, das Herz Mexicos! In mir wurde alles sehr still und ganz leise öffnete ich mich dem aufkeimenden Gefühl, dass meine Zeit in Mexico womöglich nicht ganz meinen über den Wolken ausgemalten Erwartungen entsprechen könnte. Lächelnd wagte ich mich ins Unbekannte, dorthin wo meine Seele mich rief.

Mein Ego knallte förmlich hörbar auf meinen Prozess der inneren Hingabe, genau das anzunehmen was mir dieses Land entgegenbringen mochte. Ich fiel sehr unsanft in eine Konfrontation zuerst mit mir selbst und wie im Rückwärtsgang ließ mich die Energie Mexicos tief eintauchen in die Aufarbeitung des kollektiven Unbewussten.

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Vor Kurzem erzählte mir ein Freund von einer Therapeuten-Gruppe, die schwarze Shirts tragen, um sich so vor den Emotionen der Teilnehmer zu schützen. Ich erinnerte mich an eine Aussage von Michael Barnett „the whole universe is a dance of energy“. Für mich nicht vorstellbar, dass dieser Tanz an einem Shirt stoppt. Und genau das ist das, was mir an jedem neuen Tag meines Mexico-Aufenthaltes vor Augen geführt wurde.

Wir alle sind mit Allem was uns umgibt untrennbar verbunden. Gerade durch die globale Bewusstseinserweiterung und das Erkennen und Nutzen der morphogenetischen Felder manifestiert sich diese Erkenntnis und die Ebenen verlieren ihre Grenzen, verbinden sich mehr denn je im Licht, bis sich die „Schatten“ schließlich im universellen Kern auflösen.

Wenn wir Frieden damit schließen, dass wir uns dieser „Schattenarbeit“ gar nicht entziehen können, wird die Aufarbeitung, die Heilung bis tief hinein in das morphogenetische Feld der Erde schwingen.

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Es gibt ein wunderschönes Zitat von Albert Einstein:

„Es gibt nur zwei Arten sein Leben zu leben:
entweder so, als gäbe es keine Wunder,
oder so, als wäre alles ein Wunder!“

Und so habe ich an meinem Wunder „Mexico“ festgehalten. Schenkten mir der Tag, der Platz oder auch die Menschen die mir begegneten kritische Situationen, öffnete ich mein Herz und versuchte mit Liebe ein neutrales Feld zu erschaffen. Die Kraft des Wassers die die Erde Mexicos durchzieht war für mich vollkommenes Lebenselixier. Nach jedem Abtauchen in eine der Cenoten fühlte ich mich energiegeladen und mein Körper fühlte sich an, als wäre ich innerhalb dieser Höhlensysteme an den großen liebenden Strom der Maya angeschlossen.

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Das Biosphärenreservat Sian Ka’an (der Maya-Name bedeutet „Tor zum Himmel“ oder „Ort, Geburt des Himmels“), ist von unglaublicher Schönheit. Ein magischer Ort, der alle Farben des Himmels im Meer wie Kristalle widerspiegelt und diese Kombination die Trennung zwischen Meer und Himmel vor unseren Augen scheinbar auflösen lässt.

Die magische Vollkommenheit die dieses heilige Fleckchen Erde ausstrahlt ließ mich (selbst dann noch, als unser Guide die Tequilla-Flasche aus seinem Rucksack zog), mein neutrales Feld aufrechterhalten. „Wenn alles Licht ist, kannst du Licht nicht erfahren, denn Licht ist“. Der Gedanke, dass der Tequilla ein Stück Polarität in diese Szenerie lieferte, brachte mich nur noch zum Lachen und in unendlichem Vertrauen konnte ich mich einfach auf dem Wasser treiben lassen.

Dieses Gefühl des sich Treibenlassens nahm ich mit in die letzten Tage und endlich konnte ich dem Fluss Mexicos bedingungslos folgen.

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Alle meine Pläne die bekannten spirituellen Kraftorten zu besuchen, schmiss ich hemmungslos über Bord.

Teotihuacán ist sicher einer der exponierten Plätze dieser Erde mit ihren berühmten Bauten der Sonnen- und Mondpyramide, von denen es heißt, die Götter hätten sie erbaut.

Chichen Itzá, eine der bedeutendsten Ruinenstätten auf Yucatán .

Die Ruinen von Uxmal, einer der kulturell bedeutendsten Maya-Städte.

Alle diese eigentlich spirituell bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten, wegen denen ich ursprünglich nach Mexico gereist war, habe ich nicht besucht.

Mein universeller Leitfaden führte mich nach Cobá, was einst eine der größten Mayasiedlungen war. Die Tempel und Heiligtümer von Cobá , die Nohoch Mul-Pyramide, wirklich beeindruckend.

Und doch am allermeisten hat mich an diesem Platz ein behinderter Mann berührt, der abgelegen von all diesem Rummel Baumwollbändchen geflochten hat. In seinen Gesichtszügen konnte ich all die Liebe finden, auf die ich im spirituellen Mexico hoffte zu treffen.

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Ich glaube der wahre Grund, warum mich mein Plan nach Cobá führte, war das Geschenk, sein Lächeln in meinem Herzen aufzunehmen. Im englischen gibt es einen so schönen passenden Ausdruck: Godsend. Und das ist er wirklich, ein Geschenk des Himmels.

Was drauf folgte war ein Tag, dessen Energie ich für mich für immer mit Mexico ganz tief in meinem Herzen verbunden habe. Diese magischen Augenblicke sind und werden immer mein „Wunder Mexico“ sein.

Worte kann ich bis heute nicht dafür finden, aber wie heißt es doch so schön in der Metapher:

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte …

Delfin

DAIVIKAs Bücher: „Die Sprache der Götter“, und „Engel leuchten deinen Weg“

201306DieSprachederGoetter