Vegane Kochkunst

Aus dem Kochbuch „Vegane Kochkunst“

Mythos: Ein Veganer bekommt nicht genug Vitamin B12
von Matthias Langwasser

Matthias Langwasser

Folgende pflanzliche Lebensmittel enthalten Vitamin B12: Fermentierte Sojaprodukte wie Tempeh, Miso und Shoyu, Bierhefe, Würzhefeflocken, Beinwell, Petersilie, einige Pilze, Algen, Spirulina, Chlorella, Süsslupinen, rohes und ungeschältes Knollengemüse wie zum Beispiel Möhren und Rote Beete, Wildkräuter und milchsaures Gemüse. Milchsäurebakterien bilden während der Fermentation Vitamin B12. So ist zum Beispiel auch Sauerkraut ein hervorragender Lieferant von Vitamin B12. Vitamin B12 wird außerdem von einer gesunden Darmflora selbst produziert. Die Forscherin Dr. Vivian Vetrano aus Los Angeles hat Folgendes heraus gefunden: Im menschlichen Körper leben Bakterien, die aktives Vitamin B12 produzieren.

Vitamin-B12-Mangel entsteht als Folge chronischer Magen-Darm-Erkrankungen, bei denen die Darmflora gestört ist, so dass die Vitamin B12 bildenden Bakterien keine Lebensgrundlage vorfinden. Eine Störung der Darmflora und Magen-Darm-Erkrankungen werden besonders von einer Ernährung mit tierischem Eiweiß begünstigt. Cyanocobalamin, ein toxisches und künstlich hergestelltes „Vitamin B12“, kann vom menschlichen Körper nicht aufgenommen werden.

Ein vollwertig lebender Veganer verfügt über eine gesunde Darmflora, genießt manchmal ungewaschene Wildpflanzen und liebt Meeresalgen. Jeder einzelne dieser Punkte stellt eine gesunde Vitamin-B-12-Versorgung sicher. Eine finnische Studie vom Department of Clinical Nutrition der University of Kuopio hat ergeben, dass Veganer, die regelmäßig Meeresalgen zu sich nahmen, einen doppelt so hohen Vitamin-B12-Spiegel zeigten wie Veganer, die keine Algen aßen, so dass die Forscher schlussfolgerten, allein der Verzehr von Meeresgemüse könne die Versorgung mit ausreichend Vitamin B12 sicher stellen.

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